Marinella die Selinunte
Zum Baden hat es diverse, traumhafte Badebuchten sowie das Naturreservat Belice im Umkreis von 500 m bis 1000 m. Säulen und Ruinen kolossaler, griechischer Tempel folgen einander im grünen Land, das sich ans intensiv azurblaue Meer hinbettet. Es ist die Landschaft von Selinunt, an einem Flussdelta gelegen, wo noch der wilde Sellerie (selinon) wächst, der dem Fluss und der Stadt den Namen gegeben hat.
Die Stadt ist griechischen Ursprungs und wurde in der zweiten Hälfte des 7. Jh.v.Chr. gegründet. Selinunt gehört mit seiner ausserordentlichen Ruinenansammlung zu den wichtigsten archäologischen Parks des Mittelmeeres und ist der vollständigste Ausdruck der sizilianischen Kultur des 4. und 5. Jht. v. Chr.
Einzigartig sind die Akropolis, auf der sich die antike, befestigte Stadt mit ihren Türmen und Brücken erhob, und die Nekropolen. Die vielen Funde, bestehend aus bemalten Vasen, Metopen und Hochreliefs befinden sich im Archäologischen Museum von Palermo.
Einkaufen
Im Zentrum von Selinunte finden Sie alle nötigen Läden, zahlreiche Restaurants und Bars sowie den Fischerhafen mit täglichem Fischmarkt.
Sportmöglichkeiten
Angeln, Fahrradfahren, Kanufahren, Mountainbinking, Reiten, Schwimmen, Segeln, Wandern, Wasserski, Wellenreiten
Thema des Urlaubs
Erholungsurlaub
Familienurlaub
Kultur & Besichtigungen
Single-Urlaub
Sport & Aktivurlaub
Strandurlaub
Geschichtliches
Selinunt wurde 628 v. Chr. (oder 651 v. Chr.) von Dorern aus dem sizilianischen Megara Hyblaia gegründet und hat danach nur rund 400 Jahre existiert. Es ist die westlichste griechische Kolonie an der Südküste der Insel.
Die Stadt war ein karthagischer Verbündeter, in erster Linie, um sich Unterstützung gegen Segesta zu sichern. Selinunt war die einzige griechische Stadt, die 480 v. Chr. auf seiten Karthagos kämpfte. Da Selinunt nach dem Scheitern der Sizilienexpedition Athens (413 v. Chr.) sich die Verwüstung Segestas leistete, wurde sie – wie Diodorus Siculus schrieb – von Karthago 409 v. Chr. nach einem Krieg mit 16.000 Toten und 5000 Gefangenen zerstört. Von Griechen und Puniern wieder aufgebaut, um Selinunt im Ersten Punischen Krieg 250 v. Chr. endgültig zerstört zu werden.
Der römische Kaiser Trajan starb in der Nähe von Selinunt im Jahr 117, als er auf dem Weg nach Rom war.
Sehenswürdigkeiten
Auf einem Hügel im Osten, der seinerzeit der am dichtesten besiedelte der Stadt war, befinden sich Reste von 12 Tempeln aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr., darunter der vermutlich der Göttin Hera geweihte Tempel „E“ (um 460-450 v. Chr.), der auf zwei Vorläuferbauten steht und als dorischer Peripteros (6 mal 15 Säulen) restauriert wurde, sowie der um 520 v. Chr. begonnene und unvollendete Tempel „G“, der mit einer Grundfläche von 50 mal 110 Meter einer der größten griechischen Tempel ist.
Die Akropolis weist weitere mit vier Tempel auf, dazu gut erhaltenen Terrassierungen und Befestigungen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Einer der Tempel ist der Tempel „C“ (6 mal 17 Säulen) aus der Mitte des 6. Jahrhunderts, der auch teilweise restauriert wurde, ein weiterer der hellenistische Tempel „B“. Hier finden sich auch Reste punischer Wohnhäuser, die auf Resten griechischer Bebauung errichtet wurden.
Die Tempel Selinunts zeichnen sich durch einen gestreckten Grundriss, einen geschlossenen hinteren Cellaraum (Adyton), die Betonung der Front durch Verdoppelung der Säulenreihen, Weiterung der Abstände und eine vorgelegte Freitreppe aus, und zeigen eine Tendenz zu räumlicher Weite.
Die Plastiken der Stadt befinden sich vorwiegend im „Museo Nazionale Archeologico“ von Palermo.
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